Ratgeber
Laserschutzbeauftragter: Pflicht für jedes Laser-Studio
Ein Laserschutzbeauftragter (LSB) ist die Person, die im Betrieb den sicheren Umgang mit Lasergeräten überwacht — vorgeschrieben durch § 5 der Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung (OStrV) für alle Laser der Klassen 3R, 3B und 4. Da professionelle Diodenlaser zur Haarentfernung in Klasse 4 fallen, braucht praktisch jedes Laser-Studio einen Laserschutzbeauftragten. Der Kurs nach DGUV Grundsatz 303-005 dauert 1–2 Tage und kostet je nach Anbieter ca. 250 bis 1.500 € — und er ersetzt die NiSV-Fachkunde nicht, denn beide Pflichten gelten nebeneinander.
Laserschutzbeauftragter auf einen Blick
- Pflicht ab:
- Laserklasse 3R, 3B und 4 (professionelle Diodenlaser = Klasse 4)
- Rechtsgrundlage:
- § 5 OStrV, konkretisiert durch TROS Laserstrahlung
- Ausbildung:
- Kurs nach DGUV Grundsatz 303-005, 1–2 Tage (mind. 8,5–14 Lehreinheiten)
- Kosten:
- ca. 250–1.500 € je nach Anbieter und Format
- Prüfung:
- Schriftlich (Multiple Choice), ggf. mündlicher Teil
- Fortbildung:
- Regelmäßig; laut TROS ist 1 Tag innerhalb von 5 Jahren angemessen
- Bestellung:
- Schriftlich durch den Arbeitgeber, vor Inbetriebnahme des Lasers
- Wichtig:
- Ersetzt nicht die NiSV-Fachkunde — beide sind Pflicht
Was ist ein Laserschutzbeauftragter?
Der Laserschutzbeauftragte (LSB) ist eine Person mit nachgewiesenen Fachkenntnissen im Laserschutz, die den Arbeitgeber beim sicheren Betrieb von Lasereinrichtungen unterstützt. Die Rolle stammt aus dem Arbeitsschutzrecht: Grundlage ist die Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung (OStrV), § 5, konkretisiert durch die TROS Laserstrahlung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).
Für Kosmetikstudios heißt das übersetzt: Sobald ein Laser der Klasse 3R, 3B oder 4 im Studio steht, verlangt der Gesetzgeber eine benannte Person, die weiß, welche Gefahren von der Laserstrahlung ausgehen, welche Schutzmaßnahmen nötig sind (Schutzbrillen, Zugangsregelung, Kennzeichnung des Laserbereichs) und die den laufenden Betrieb im Blick behält.
Der Laserschutzbeauftragte schützt also in erster Linie die Menschen, die im Studio arbeiten — nicht die Kundin auf der Liege. Für den Schutz der Kundinnen gibt es eine eigene Vorschrift: die NiSV mit ihrer Fachkunde-Pflicht. Dazu gleich mehr.
Wer braucht einen Laserschutzbeauftragten — und wann ist er Pflicht?
§ 5 Absatz 2 OStrV ist eindeutig: Vor der ersten Inbetriebnahme einer Lasereinrichtung der Klassen 3R, 3B oder 4 muss der Arbeitgeber schriftlich einen Laserschutzbeauftragten bestellen — es sei denn, er verfügt selbst über die erforderlichen Fachkenntnisse.
Professionelle Diodenlaser zur dauerhaften Haarentfernung arbeiten mit Leistungen weit oberhalb der Grenzwerte niedrigerer Klassen und sind Laserklasse 4 — die höchste Gefährdungsklasse. Damit gilt: Jedes Kosmetikstudio mit professionellem Diodenlaser fällt unter die Pflicht.
- —Studio mit Mitarbeitern: Die Inhaberin muss vor Inbetriebnahme des Lasers eine Person schriftlich zum LSB bestellen — oder selbst den Kurs absolvieren.
- —Solo-Studio: Wer allein arbeitet und selbst die Fachkenntnisse erwirbt, braucht keine separate Bestellung — die Qualifikation selbst ist aber der Standard, den Behörden und Versicherer erwarten.
- —Mehrere Standorte: Der LSB soll den Betrieb vor Ort überwachen können — pro Betriebsstätte sollte mindestens eine qualifizierte Person regelmäßig anwesend sein.
Die TROS Laserstrahlung stellt außerdem Anforderungen an die Person: eine abgeschlossene technische, naturwissenschaftliche, medizinische oder kosmetische Berufsausbildung (oder eine vergleichbare Qualifikation) sowie mindestens zwei Jahre Berufserfahrung. Kosmetikerinnen erfüllen diese Voraussetzung also in der Regel selbst.
Zeitpunkt beachten: Die Bestellung muss vor der ersten Inbetriebnahme des Lasers erfolgen. Planen Sie den Kurs also parallel zum Gerätekauf ein — nicht erst, wenn der Laser schon läuft. Worauf es beim Kauf selbst ankommt, lesen Sie im Ratgeber Diodenlaser kaufen.
Laserschutzbeauftragter vs. NiSV-Fachkunde: Was ist der Unterschied?
Hier entsteht in der Praxis die meiste Verwirrung — und die teuersten Fehler. Viele Studiobetreiberinnen glauben, mit der NiSV-Fachkunde sei alles erledigt. Das stimmt nicht: Laserschutzbeauftragter und NiSV-Fachkunde sind zwei getrennte Pflichten aus zwei verschiedenen Rechtsgebieten. Keine ersetzt die andere.
Die NiSV regelt die Anwendung am Menschen und schützt Ihre Kundinnen. Die OStrV regelt den Arbeitsschutz und schützt alle, die im Studio mit dem Gerät arbeiten oder sich im Laserbereich aufhalten. Ein Studio mit Klasse-4-Diodenlaser braucht beides: die NiSV-Fachkunde für jede behandelnde Person und einen Laserschutzbeauftragten für den Betrieb.
| Kriterium | Laserschutzbeauftragter (LSB) | NiSV-Fachkunde |
|---|---|---|
| Rechtsgrundlage | § 5 OStrV, TROS Laserstrahlung, DGUV Grundsatz 303-005 | NiSV mit Anlage 3, Fachkunderichtlinie |
| Schutzzweck | Arbeitsschutz: Beschäftigte und Personen im Laserbereich | Verbraucherschutz: Kundinnen bei der Anwendung am Menschen |
| Wer braucht es? | Mindestens eine bestellte Person pro Betrieb mit Laser Klasse 3R/3B/4 | Jede Person, die Laser-/IPL-Behandlungen durchführt |
| Umfang | Mind. 8,5–14 Lehreinheiten (1–2 Tage) | 195 Lehreinheiten (2 Module), mehrere Wochen bis Monate |
| Kosten | ca. 250–1.500 € | Optische Strahlung 1.750 bis 3.000 € pro Person, plus Grundlagenmodul |
| Prüfung | Schriftlich beim Kursanbieter (DGUV 303-005) | Seit 2026 nur bei DAkkS-akkreditierter Zertifizierungsstelle |
| Aktualisierung | Fortbildung, laut TROS ca. 1 Tag alle 5 Jahre | Zertifikat 5 Jahre gültig, dann Refresher |
| Ersetzt das andere? | Nein | Nein |
Merksatz: NiSV-Fachkunde = Schutz der Kundin. Laserschutzbeauftragter = Schutz des Teams. Erst mit beidem ist Ihr Studio rechtlich vollständig aufgestellt. Einen Überblick über alle nötigen Qualifikationen gibt der Ratgeber Diodenlaser Schulung.
Welche Aufgaben hat der Laserschutzbeauftragte im Studio-Alltag?
Nach § 5 OStrV unterstützt der Laserschutzbeauftragte den Arbeitgeber bei der Gefährdungsbeurteilung, bei den Schutzmaßnahmen und bei der Überwachung des sicheren Betriebs. Er arbeitet dabei mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit und dem Betriebsarzt zusammen. Konkret heißt das im Studio:
Laserbereich festlegen und kennzeichnen: Der Behandlungsraum wird als Laserbereich definiert, mit Warnschildern gekennzeichnet und der Zugang während der Behandlung geregelt.
Schutzbrillen managen: Passende Laserschutzbrillen für die Wellenlänge des Geräts (bei Diodenlasern z. B. 755/808/1064 nm) bereitstellen, auf Zustand prüfen und ihre Nutzung durchsetzen — für Behandlerin und Kundin.
Bei der Gefährdungsbeurteilung mitwirken: Gemeinsam mit der Inhaberin dokumentieren, welche Gefährdungen vom Gerät ausgehen und welche Maßnahmen sie abfangen — reflektierende Flächen, Fenster, brennbare Materialien.
Team unterweisen: Alle Beschäftigten, die im Laserbereich arbeiten, müssen regelmäßig unterwiesen werden — der LSB unterstützt bei Inhalt und Dokumentation der Unterweisung.
Sicheren Betrieb überwachen: Funktionieren Schlüsselschalter und Not-Aus? Wird das Gerät bestimmungsgemäß eingesetzt? Der LSB ist die Person, die hinschaut und bei Mängeln einschreitet.
Kurs & Ausbildung: Was steckt hinter DGUV Grundsatz 303-005?
Die Ausbildung ist im DGUV Grundsatz 303-005 („Ausbildung und Fortbildung von Laserschutzbeauftragten") geregelt. Er unterscheidet zwei Kurstypen:
| Kurstyp | Umfang | Für wen? |
|---|---|---|
| Allgemeiner Kurs | mind. 14 Lehreinheiten à 45 Min. (ca. 2 Tage) | Alle Laseranwendungen, branchenübergreifend |
| Anwendungsspezifischer Kurs | mind. 8,5 Lehreinheiten (ca. 1 Tag) | Z. B. Laser in Medizin und Kosmetik — der übliche Weg für Studios |
| Fortbildung | ca. 1 Tag, laut TROS innerhalb von 5 Jahren angemessen | Bereits ausgebildete Laserschutzbeauftragte |
Inhalte des Kurses: rechtliche Grundlagen (OStrV, TROS, DGUV-Regelwerk), physikalische Eigenschaften der Laserstrahlung, biologische Wirkung auf Auge und Haut, Laserklassen, Schutzmaßnahmen und Schutzbrillen, Aufgaben des LSB sowie die Mitwirkung an der Gefährdungsbeurteilung.
Online oder Präsenz? Viele Anbieter bieten Live-Online-Kurse (Webinare) an, gerade im Kosmetikbereich. Der DGUV Grundsatz setzt einen Lehrgang mit Dozent und Prüfung voraus — reine Selbstlern-E-Learnings ohne Live-Anteil und Prüfung gelten als nicht ausreichend. Fragen Sie vor der Buchung, ob der Kurs ausdrücklich den Anforderungen von § 5 OStrV und DGUV Grundsatz 303-005 entspricht und eine Prüfung mit Bescheinigung enthält.
Was kostet der Kurs zum Laserschutzbeauftragten?
Die gute Nachricht: Verglichen mit der NiSV-Fachkunde (Optische Strahlung allein 1.750 bis 3.000 €) ist der Laserschutzkurs ein überschaubarer Posten. Die Preise variieren je nach Anbieter, Format und Dauer (Stand: Juli 2026, Anbieter-Recherche):
| Anbieter-Typ | Format | Preis (ca.) |
|---|---|---|
| Online-Anbieter (z. B. Luminus Institut) | Live-Online / E-Learning mit Prüfung | ab ca. 170–400 € |
| Private Laserschutz-Seminare (z. B. Pangolin ) | 1-Tages-Kurs | ca. 300 € inkl. MwSt. |
| Kosmetik-Akademien (z. B. RUSH) | 1-Tages-Kurs, kosmetikspezifisch | ca. 250–500 € |
| TÜV-Akademien (z. B. TÜV Thüringen , TÜV Rheinland ) | 2-Tage-Grundlehrgang, Präsenz | ca. 1.250 € netto (ca. 1.490 € brutto) |
| Fortbildung / Auffrischung | 1 Tag, alle ca. 5 Jahre | ca. 600–800 € (TÜV) bzw. günstiger bei privaten Anbietern |
Tipp: Manche Gerätehersteller und Händler bündeln den Laserschutzkurs mit der Einweisung ins Gerät oder der NiSV-Schulung. Fragen Sie bei der Geräteberatung gezielt nach einem Paket — das spart oft mehrere hundert Euro. Welche Schulungen insgesamt auf Sie zukommen, zeigt der Ratgeber Diodenlaser Schulung.
Wo kann ich den Kurs machen?
Kurse zum Laserschutzbeauftragten bieten TÜV-Akademien, Laserschutz-Seminare und einige Kosmetik-Akademien an. In unserem Verzeichnis der NiSV-Schulen haben derzeit 3 Schulen einen Laserschutzkurs im Programm. Dort können Sie NiSV-Fachkunde und Laserschutzkurs bei derselben Schule anfragen.
THALDERMA Akademie
Leipzig, Sachsen
Hybrid
RUSH Akademie
Lünen, Nordrhein-Westfalen
Präsenz
MediHealthBeauty Akademie
Bad Vilbel, Hessen
Hybrid
Stand der Angaben: 21.09.2026. Termine und Preise des Laserschutzkurses erfragen Sie direkt bei der Schule.
Wie läuft die Prüfung ab?
Der DGUV Grundsatz 303-005 sieht am Ende des Lehrgangs eine Erfolgskontrolle vor. Im Vergleich zur NiSV-Prüfung ist sie deutlich niederschwelliger:
Schriftlicher Test
Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen Teil, meist als Multiple-Choice-Test zu den Kursinhalten: Rechtsgrundlagen, Laserklassen, biologische Wirkung, Schutzmaßnahmen. Bei Bedarf kann ein mündlicher Teil ergänzt werden.
Direkt beim Kursanbieter
Anders als bei der NiSV-Fachkunde ist keine externe, akkreditierte Zertifizierungsstelle nötig — die Prüfung legt der Kursanbieter selbst ab, in der Regel unmittelbar am Ende des Kurstages.
Bescheinigung als Nachweis
Nach bestandener Prüfung erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung mit Prüfungsvermerk. Diese Bescheinigung ist Ihr Fachkenntnis-Nachweis nach § 5 OStrV — bewahren Sie sie zusammen mit der schriftlichen Bestellung auf, Behörden können beides einsehen wollen.
Bestellung: So wird man formal Laserschutzbeauftragte
Der Kurs allein macht noch keinen Laserschutzbeauftragten. § 5 Absatz 2 OStrV verlangt eine schriftliche Bestellung durch den Arbeitgeber. So gehen Sie vor:
Person auswählen
Geeignet ist, wer eine abgeschlossene Berufsausbildung (auch kosmetisch) und mindestens zwei Jahre Berufserfahrung mitbringt und regelmäßig im Studio anwesend ist. In kleinen Studios ist das meist die Inhaberin selbst.
Kurs nach DGUV 303-005 absolvieren
1–2 Tage inklusive Prüfung, idealerweise ein anwendungsspezifischer Kurs für Medizin und Kosmetik. Die Bescheinigung ist der Nachweis der Fachkenntnisse.
Schriftlich bestellen
Ein formloses Bestellschreiben genügt: Name der Person, Aufgabenbereich (Laserschutz für das Gerät XY im Studio Z), Datum, Unterschriften von Arbeitgeber und bestellter Person. Viele Kursanbieter stellen Musterformulare bereit. Führen Sie als Solo-Inhaberin das Studio allein und haben die Fachkenntnisse selbst erworben, entfällt die separate Bestellung.
Dokumente griffbereit halten
Bestellschreiben, Kursbescheinigung, Gefährdungsbeurteilung und Unterweisungsnachweise gehören in einen Ordner — zusammen mit den NiSV-Unterlagen. Bei einer Kontrolle durch Gewerbeaufsicht oder Gesundheitsamt haben Sie dann alles sofort zur Hand.
Fortbildung einplanen
Die Fachkenntnisse müssen aktuell bleiben. Die TROS Laserstrahlung hält eine eintägige Fortbildung innerhalb von fünf Jahren für angemessen — tragen Sie sich den Termin am besten direkt in den Kalender ein.
Was droht ohne Laserschutzbeauftragten?
Die OStrV nennt die Konsequenzen ausdrücklich. Wer entgegen § 5 Absatz 2 Satz 1 keinen Laserschutzbeauftragten schriftlich bestellt, handelt nach § 11 OStrV ordnungswidrig:
Bußgeld: Die fehlende schriftliche Bestellung ist eine Ordnungswidrigkeit nach § 11 OStrV in Verbindung mit § 25 Absatz 1 Nummer 1 Arbeitsschutzgesetz — Geldbuße bis zu 5.000 € pro Verstoß. Auch der Einsatz eines LSB ohne die erforderlichen Fachkenntnisse ist bußgeldbewehrt.
Bis zu 30.000 € bei Anordnungen: Setzt die Gewerbeaufsicht eine vollziehbare Anordnung durch (z. B. Nachrüstung oder Stilllegung) und Sie missachten sie, drohen nach § 25 Absatz 2 ArbSchG Geldbußen bis zu 30.000 €.
Straftat bei Gefährdung: Wer durch eine beharrliche Wiederholung oder vorsätzlich Leben oder Gesundheit von Beschäftigten gefährdet, macht sich nach § 26 ArbSchG strafbar.
Persönliche Haftung bei Unfällen: Kommt es zu einem Laserunfall (z. B. Augenschaden einer Mitarbeiterin) und es wurde kein LSB bestellt, kann die Inhaberin persönlich haftbar gemacht werden — zusätzlich drohen Probleme mit der Berufshaftpflicht und der Berufsgenossenschaft.
Zum Vergleich: Verstöße gegen die NiSV-Fachkundepflicht können mit Bußgeldern bis zu 50.000 € geahndet werden. Beide Pflichten ernst zu nehmen ist also nicht nur rechtlich geboten, sondern schlicht günstiger als jede einzelne Konsequenz. Details zur NiSV-Seite der Pflichten: NiSV-Fachkunde.
Quellen & Rechtsgrundlagen
Alle Angaben zu Pflichten, Lehreinheiten, Fristen und Bußgeldern basieren auf den offiziellen Rechtsquellen und Anbieter-Recherche. Stand: Juli 2026.
Gesetze und Regelwerke
- —§ 5 OStrV — Fachkundige Personen, Laserschutzbeauftragter. gesetze-im-internet.de/ostrv/__5.html
- —OStrV Volltext inkl. § 11 (Ordnungswidrigkeiten und Straftaten). gesetze-im-internet.de/ostrv
- —§ 25 ArbSchG — Bußgeldvorschriften (bis 5.000 € bzw. 30.000 €). gesetze-im-internet.de/arbschg/__25.html
- —TROS Laserstrahlung, Teil Allgemeines (BAuA) — Anforderungen an Fachkenntnisse und Fortbildung. baua.de/DE/Angebote/Regelwerk/TROS
- —DGUV Grundsatz 303-005 — Ausbildung und Fortbildung von Laserschutzbeauftragten (Kurstypen, Lehreinheiten, Prüfung). publikationen.dguv.de (PDF)
- —BG ETEM — Qualifikation und Aufgaben des Laserschutzbeauftragten gemäß OStrV. bgetem.de
Kurskosten (Anbieter-Recherche, Juli 2026)
- —TÜV Thüringen Akademie — Grundlehrgang (ca. 1.250 € netto) und Fortbildung (ca. 665 € netto). die-tuev-akademie.de
- —TÜV Rheinland Akademie — Lehrgang gemäß § 5 OStrV und DGUV 303-005. akademie.tuv.com
- —Pangolin Laser Deutschland — LSB-Kurs ca. 299 € inkl. MwSt. pangolin.de
- —Luminus Institut — Online-Laserschutzkurse für Industrie, Medizin und Kosmetik. luminus-laserschutz.de
Häufige Fragen
Kann die Inhaberin selbst Laserschutzbeauftragte sein?
Ja. § 5 OStrV verlangt die Bestellung eines Laserschutzbeauftragten nur, wenn der Arbeitgeber nicht selbst über die erforderlichen Fachkenntnisse verfügt. Absolvieren Sie als Inhaberin den Kurs nach DGUV Grundsatz 303-005, übernehmen Sie die Rolle selbst und müssen niemanden zusätzlich bestellen. In kleinen Studios ist das der übliche und günstigste Weg.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Laserschutzbeauftragten?
Deutlich kürzer als die NiSV-Fachkunde: Nach DGUV Grundsatz 303-005 umfasst ein anwendungsspezifischer Kurs (z. B. für Laser in Medizin und Kosmetik) mindestens 8,5 Lehreinheiten à 45 Minuten, also etwa einen Tag. Allgemeine Kurse dauern mindestens 14 Lehreinheiten, in der Praxis 2 Tage. Am Ende steht eine Prüfung.
Muss der Kurs zum Laserschutzbeauftragten erneuert werden?
Der Lehrgangsabschluss selbst verfällt nicht, aber § 5 Absatz 2 OStrV verpflichtet dazu, die Fachkenntnisse durch Fortbildungen auf aktuellem Stand zu halten. Die TROS Laserstrahlung (Teil Allgemeines) nennt eine eintägige Fortbildung innerhalb von 5 Jahren als angemessen. Fortbildungskurse kosten z. B. bei TÜV-Akademien ca. 600–800 €.
Reicht die NiSV-Fachkunde, oder brauche ich zusätzlich den Laserschutzkurs?
Die NiSV-Fachkunde ersetzt den Laserschutzbeauftragten nicht — und umgekehrt. Es sind zwei getrennte Pflichten aus zwei verschiedenen Rechtsgebieten: Die NiSV-Fachkunde (195 Lehreinheiten) schützt Ihre Kundinnen bei der Anwendung am Menschen, der Laserschutzbeauftragte nach OStrV schützt die Beschäftigten im Betrieb. Ein Studio mit Klasse-4-Diodenlaser braucht beides.
Was kostet der Kurs zum Laserschutzbeauftragten?
Je nach Anbieter und Format ca. 250 bis 1.500 €. Kosmetikspezifische Kurse privater Anbieter liegen häufig bei ca. 250–500 € (z. B. Pangolin 299 € inkl. MwSt.), Online-Kurse starten teils schon unter 200 €. TÜV-Akademien verlangen für den Grundlehrgang ca. 1.250 € netto. Damit ist der Kurs deutlich günstiger als die NiSV-Fachkunde, deren Modul Optische Strahlung allein 1.750 bis 3.000 € kostet.
Kann ich den Laserschutzkurs online machen?
Viele Anbieter bieten Live-Online-Kurse oder Hybrid-Formate an. Der DGUV Grundsatz 303-005 setzt allerdings auf Lehrgänge mit Prüfung; reine Selbstlern-E-Learnings ohne Dozent und Prüfung gelten als nicht ausreichend. Fragen Sie vor der Buchung konkret nach, ob der Kurs nach DGUV Grundsatz 303-005 und § 5 OStrV anerkannt ist.
Brauche ich für jedes Studio einen eigenen Laserschutzbeauftragten?
Der Laserschutzbeauftragte soll den sicheren Betrieb vor Ort überwachen können. In der Praxis bedeutet das: pro Betriebsstätte mindestens eine Person mit der Qualifikation, die regelmäßig anwesend ist. Betreiben Sie mehrere Standorte mit Klasse-4-Lasern, sollten Sie an jedem Standort eine geschulte Person haben.
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Gaffar TahaZuletzt aktualisiert: Oktober 2026
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